Fellbach hält zusammen

Martin Oettinger im Fellbacher Stadtanzeiger vom 9.3.2022

Nachdem schon ein Virus in den letzten zwei Jahren die Welt nahezu aus den Fugen gehoben hat, überschritt der autokratisch regierende russische Präsident Vladimir Putin mit dem kriegerischen Überfall auf die Ukraine eine rote Linie, welche bis dahin als unüberschreitbar galt. Unsere Gedanken und uneingeschränkte Solidarität sind bei all den Menschen, welche nun das Leid und den Schrecken des Krieges unmittelbar erfahren. Beispiellos sind die Reaktionen und der Zusammenhalt der freiheitlich und demokratisch geprägten Staatengemeinschaft. Sei es nun auf politscher, wirtschaftlicher aber auch auf sportlicher und kultureller Ebene.
Dieses Zusammenstehen und Zusammenrücken machen Mut und Hoffnung. Despotische und autokratische Regierungssysteme dürfen keine Zukunft haben. Sie dienen ausschließlich dem Wohl Weniger aber zum Leid Vieler. Die Welt hält zusammen und Fellbach hält zusammen.
Mit einer seitens der Freiwilligen Feuerwehr Fellbach initiierten landesweiten Spendenaktion an feuerwehr- und rettungstechnischen Gerätschaften, sowie zahlreichen privaten wie institutionellen Spenden- und Unterstützungsaktionen gewinnt „Fellbach hält zusammen“ nun eine weitere, wichtige Bedeutung. Danke an alle ehrenamtlichen und freiwilligen Helferinnen und Helfer. Ihr seid ein Vorbild für das, was im Kleinen beginnt und Großes bewirken kann! Demokratie, Freiheit und Frieden sind wertvolle und teuer erkämpfte Rechte und Pflichten. Diese Erkenntnis hinauszutragen und dafür einzustehen erfordert Mut und Entschlossenheit. Dabei denken wir auch an die vielen russischen Staatsbürgerinnen und -bürger, welche diesen Krieg deutlich ablehnen und verurteilen.
Abschließen möchte ich mit einem Zitat von Isaac Asimov, geboren am 2.1.1920 in Petrowitschi, Sowjetrussland

„Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen.“