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Umbaumaßnahmen an der Kreuzung Schmidener Weg

Pressemitteilung der FW/FD-Fraktion

Leider ging beim Artikel zum Umbau der Kreuzung Schmidener Weg Einiges unter; andere Aussagen können eigentlich so nicht stehen bleiben. Wir wollen daher den Versuch unternehmen dies richtig zu stellen und auch für die Bürgerinnen und Bürger verständlich zu machen. Schon allein die Überschrift Auto gegen Fahrrad sollte so nicht stehen bleiben. Zur Verdeutlichung nochmals die Position unserer FW/FD – Fraktion:
Unsere Fraktion begrüßt ausdrücklich die Realisierung des 3. Quadranten. Unserer Auffassung nach wäre es allerdings stimmiger gewesen die Realisierung des 3. und 4. Quadranten miteinander zu realisieren. Wir schaffen zwar mit der Umsetzung des 3. Quadranten Schaflandstraße Fakten, die aber durch die Nichtrealisierung (bzw. noch nicht Realisierung) des 4. Quadranten die verkehrlichen Voraussetzungen deutlich verschlechtert, denn es werden nach wie vor LKW aus der Ringstraße in Richtung Fellbacher-/Schaflandstraße fahren. Durch die zunächst geplanten deutlichen Fahrstreifenverengungen (Kombispur Fellbacher Straße von Fellbach kommend auf 5,5 m) und die Verkürzung der Aufstellfläche für Linksabbieger in die Schaflandstraße geht es nicht nur sehr eng und damit gefährlich zu, sondern es steht auch zu befürchten, dass die Linksabbieger in Richtung Schaflandstraße den Durchfahrtsverkehr in Richtung Schmiden behindern werden. Wir sind generell der Auffassung, dass Fahrstreifen grundsätzlich mit einer Mindestbreite von 3 m ausgestaltet sein sollten. Eine Unterschreitung ist für uns auf Durchgangsstraßen inakzeptabel. Da auch die Gegenrichtung der Fellbacher Straße in Fahrtrichtung Fellbach mit einer Kombispur von 5,6 m eingerichtet werden sollte, halten wir auch das für unzureichend.
Aufgrund unserer Intervention ist die Stadtverwaltung dankenswerterweise zwischenzeitlich davon abgerückt verengte Kombispuren einzurichten. Für uns gilt grundsätzlich, dass wir bei einer Neugestaltung eines Knotenpunktes schon auch eine zeitgemäße Planung mit ausreichend breiten Fahrstreifen und mit eigens lichtsignalgesteuerten Linksabbiegestreifen erwarten würden. In der ursprünglichen Planung der Stadt hatten sowohl die Linksabbieger in Richtung Schmidener Weg als auch in Richtung Schaflandstraße immer mit „feindlichem Verkehr“ zu rechnen gehabt, was sicherlich nicht der Verkehrssicherheit einer Ortsdurchgangstraße (und das ist die Fellbacher Straße nach wie vor!) zuträglich gewesen wäre. Der Entfall der Linksabbiegespur von der Schaflandstraße ist unserer Ansicht nach in Ordnung und auch die Fahrstreifen in der Schaflandstraße mit je 3,25 m sind ausreichend gut dimensioniert. Ob die 5,5 m Gesamtfahrbahnbreite im Schmidener Weg ausreicht, wagen wir zu bezweifeln und fordern daher auch hier auf mindestens 6 m zu gehen, was unserer Ansicht nach, baulich kein Problem darstellen sollte.
Froh sind wir auch darüber, dass die Stadtverwaltung von ihrem ursprüngliches Ansinnen den Knotenpunkt nur mit einer Teilsignalisierung zu versehen Abstand genommen hat. Dieses ursprüngliche Ansinnen wurde unseres Erachtens nur deshalb vorgeschlagen, um die Verschlechterung der Leistungsfähigkeit, die auch die Stadtverwaltung zwischenzeitlich erkannt hat, zu umgehen. Da dies aber eindeutig zu Lasten der Verkehrssicherheit gegangen wäre, war das Umschwenken nur folgerichtig.
Die Umgestaltung des Knotenpunktes insgesamt ist unserer Ansicht aber nach wie vor noch nicht befriedigend. Man sieht und spürt hier deutlich die Schwierigkeiten der Stadtverwaltung, die Verbesserung der Fuß- und Radsituation, die Umsetzung der 4 Quadrantenlösung, die Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit des Knotens und dies alles unter Berücksichtigung der Verkehrssicherheit unter einen Hut zu bringen. Dies kann unserer Ansicht nach nicht Gelingen und daher gibt es Krücken, die wir zumindest hier und heute benennen wollen. Trotz allem Einlenken der Stadtverwaltung und der damit erzielten deutlichen Verbesserung bleibt für uns nach wie vor noch die Problematik der LKW aus der Ringstraße, also quasi die Übergangslösung bis zur Realisierung des 4. Quadranten. Hier bestehen wir in jedem Fall auf eine Änderung des Beschlussvorschlages dergestalt, dass er so zu formulieren ist, dass die bereits von der Stadtverwaltung zugesagten Änderungen am Knotenpunkt beinhaltet sind und ein brauchbarer Umsetzungsvorschlag zu den LKW aus der Ringstraße umfasst.
Leider beruhen Planungen und Berechnungen oft auf Theorien, die leider öfter einmal an der Realität vorbeigehen. Deshalb prognostiziert unsere Fraktion schon heute eine deutliche Verschlechterung der Leistungsfähigkeit des Knotens. Enttäuscht sind wir insbesondere deshalb, weil die Planungen für den Knoten so spät kamen, obwohl Klaus Auer bereits in der Stellungnahme für unsere FD/FW Fraktion zur Vorlage 043/2013 die alsbaldige Planung für diesen Knotenpunkt eingefordert hatte.
Der Einwand von Frau Dressler-Utz, dass der Radweg verschmälert wird und so wieder ein Nachteil für die Radfahrer entsteht, kann so nicht stehen bleiben und wurde von Klaus Auer in der Gemeinderatssitzung vom 10. März .richtiggestellt. Der geplante Radweg entspricht mit 1,8 m auch den Richtlinien. Die Reduzierung um 20 cm kann dafür genutzt werden, den Linksabbiegern eine eigene Phase einzurichten, was der Verkehrssicherheit dient. Man stelle sich nur vor, dass die Radfahrer von Schmiden kommend auf abschüssiger Strecke auf die Linksabbieger in Richtung Schaflandstraße treffen. Unter Abwägung dieser Gesichtspunkte muss u.E. eindeutig der Verkehrssicherheit Vorrang eingeräumt werden.