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Radnetzkonzeption Fellbach

Integrierte Netzplanung mit Ausbaumaßnahmenplan und digitalem Wegweisungskataster

Unsere FW/FD Fraktion begrüßt grundsätzlich den Einstieg in eine Radnetzkonzeption für unsere Stadt. Gleichberechtigung der Teilnehmer am Straßenverkehr bedeutet aber „gleich“ in den Rechten wie auch den Pflichten. Also die Beachtung der Regelungen und der Straßenverkehrsordnung. Kinder müssen im Grundschulalter eine Fahrradprüfung ablegen. Sie wissen wie man sich auf dem Rad zu verhalten hat. Im Erwachsenenalter scheint mehrheitlich dieses Wissen leider verloren gegangen zu sein.

Die Konzeption und schlüssige Schließung und Ausweisung eines Radnetztes trägt sicher mit dazu bei, die Sicherheit der Radfahrenden und aber auch der Fußgänger zu erhöhen. Damit ist es aber nicht getan. In diesem Konzept wünschen wir uns auch eine objektive Auseinandersetzung zu dem Verhalten der Rad fahrenden Verkehrsteilnehmer. Die Anonymität und Bequemlichkeit des Radfahrenden verleiteten doch oft dazu „abzukürzen“, mal auf den Gehweg auszuweichen, mal eine Einbahnstraße verkehrtherum zu benutzen, etc.

Das statistische Bundesamt weist aus, das zwischen 2017 bis 2019 die Zahl in der der Radfahrer Hauptverursacher von Unfällen mit Personenschaden war um 15% gestiegen ist. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl in der der KFZ-Fahrer Hauptverursacher war um 3% gefallen. Diese Statistik zeigt zum einem, dass wir viel mehr mit dem Rad unterwegs sind, und dass die Notwendigkeit für ein schlüssiges und möglichst flächendeckendes Rad Netz besteht. Aber auch dass wir unser Verhalten auf dem Rad im Straßenverkehr hinterfragen müssen.
Wo immer Verkehrswege gemeinschaftlich genutzt werden sollen, müssen alle Verkehrsteilnehmer rücksichtsvoll und diszipliniert miteinander umgehen.

Unsere FW/FD Fraktion regt hiermit an, als Auftakt der jährlichen Radwochen eine „kleine Fahrradprüfung“ in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht bzw. dem Ordnungsamt umzusetzen. Auf freiwilliger Basis für alle interessierten „großen“ Radfahrer. Die veranschlagten rund 50.000 Euro für diese erste Maßnahme erscheinen unsere Fraktion gerade im Angesicht der aktuellen Finanzsituation doch recht hoch.  Es ist daher richtig, dass wir einen verbindlichen Beschluss darüber erst mit den HH-Beratungen im Herbst dieses Jahrs fassen werden.

Martin Oettinger
für die FW/FD-Fraktion