Preissituation an den Energiemärkten

Über die Zusammenhänge von hohen Preise an den Energiemärkten und den Klimaschutzaktivitäten der Stadtwerke Fellbach hat deren Geschäftsführer Gerhard Ammon in der Gemeinderatssitzung am 1.2.2022 informiert. Martin Oettinger nimmt dazu aus Sicht der FW/FD-Fraktion Stellung.
(es gilt das gesprochene Wort)

TOP 4 ö: 033/2022 Preissituation an den Energiemärkten – ein weiterer Treiber für die Klimaschutzaktivitäten der Stadtwerke

Sehr geehrter Herr Ammon,

vielen Dank für ihren Vortag und die Präsentation. Im Aufsichtsrat der SWF und auch hier im Gremium unterstütz unsere FW/FD Fraktion ganz ausdrücklich die bestehenden und weiter geplanten Klimaschutzaktivtäten der Stadtwerke.

Klimaschutz und die klare Positionierung zu regenerativen Energiequellen ist kein Thema, was für uns und unsere Stadtwerke erst jetzt in den Fokus kommt. Ganz unabhängig von der aktuellen, kaum zu fassenden Bezugspreissituation. Die Gründe für diese Entwicklung haben sie ja gerade hier dargestellt. Geopolitische Konflikte, wobei es bei den Protagonisten auch immer um eine gegenseitige Abhängigkeit geht, werden schlussendlich auf dem Rücken der Endverbraucher ausgetragen. Folgerichtig ist daher die Versorgungsabhängigkeit von nicht regenerativen Energiequellen zu minimieren und bestenfalls aufzulösen. Ein Meilenstein wird hier die Erneuerung und der Ausbau des Windparks „Hochsträß“ mit einer nahezu Verzehnfachung des Stromertrags sein.

Im „Kleinen“ soll heißen auf kommunaler und regionaler Ebene können wir schneller handeln als auf nationaler oder gar internationaler Ebene. Mit unseren Stadtwerken ist uns dies in Vergangenheit vorbildlich gelungen. Dazu gehört neben dem schnellen Ausbau des regernativen Energieanteils auch eine intensivere und noch aktivere Beratung und Unterstützung der privaten aber auch gewerblichen Kunden der SWF – Strukturell, Technisch und Investiv!
Zwischen Neubauvorhaben und Bestandsbebauung darf es hier keine Unterschiede geben.
Unsere FW/FD Fraktion wird sich auch darum kümmern, dass die Energiepreisentwicklung bei unseren Stadtwerken keine „Einbahnstraße“ ist. Entspannungen oder Veränderungen am Energiemarkt müssen schnellstmöglich und in geeigneter Form an die Endverbraucher weitergegeben werden. Neben dem primären Ziel Klimaschutz geht es auch spätestens jetzt um das Auskommen eines jeden einzelnen.
In diesem Zusammenhang erwarten wir jedoch auch deutlich mehr von der jetzigen Bundesregierung und Landesregierung. Pragmatisch, nachhaltig, leistbar und bürgerordiniert.