Bericht des Jugendgemeinderats

Stellungnahme zum „Bericht des Jugedgemeinderats – Ergeb-nisse der Jugendkonferenzen 2025 und Ausblick 2026“ – vorgetragen von Ulrich Lenk in der GR-Sitzung am 3.2.2026

+++ Es gilt das gesprochene Wort +++

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, liebe Frau Zull,
liebe Gemeinderatskolleginnen und -kollegen,
insbesondere aber liebe Frau D’Addeo und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter im Jugendgemeinderat,

wir können uns in Fellbach nicht nur glücklich schätzen, dass wir seit 1999 als eine der ersten Städte in unserem Land einen JUGENDGEMEINDERAT haben, sondern vor allem, dass dieser sich gerade in den letzten Jahren aktiv und wahrnehmbar in die Fellbacher Kommunalpolitik eingebracht hat , was auch in dem heutigen Bericht des im Dezember 2025 neu gewählten Gremiums zum Ausdruck kommt.

Unsere FW/FD-Fraktion stuft es für unsere Stadtgesellschaft als immens wichtig ein, dass die Interessen der jungen Menschen z.B. bei den Themen „Angebote und Treffpunkte für Jugendliche“, „Unwohlsein in öffentlichen Räumen“ , „Mobilität“, „Jugend und Wirtschaft“ oder „Neue Mitte Fellbach“ Gehör finden und ernst genommen werden. Genau das waren die Themen bei den beiden von euch organisierten Jugendkonferenzen im Jahr 2025, bei denen ihr immerhin 330 Jugendliche Fellbacher zur Teilnahme animieren konntet, was unsere FW/FD-Fraktion als außerordentlich gut empfindet und als Bestätigung erachtet, dass ihr mit euren Themen das Interesse der Fellbacher Jugendlichen getroffen habt.

Hinsichtlich der behandelten Themen ein paar Punkte aus unserer Sicht:

· Das Thema Sicherheit und Räume, in denen man sich unwohl bzw. unsicher fühlt wie z.B. im Bahnhofsbereich, beschäftigt auch andere Bevölkerungskreise wie Frauen und Ältere. Hier sollten wir gemeinsam mit der Bahn und den Stadtwerken über Verbesserungen z.B. durch eine bessere Beleuchtung nachdenken.

· Auch über euren Wunsch, weitere einfach gestaltete offene Treffpunkte für Jugendliche wie den an der Stauferstraße ein-zurichten, sollte die Verwaltung nachdenken und uns Vorschläge unterbreiten.

· Beim ÖPNV sind wir als Stadt Fellbach per S-Bahn, Straßenbahn und Bussen m.E. besser wie vergleichbare Städte an Stuttgart und ans Umfeld angebunden. Dass der ÖPNV aber oft unpünktlich ist und vor allem die Bahn kaum über Störungen und Ausfälle informiert, nervt Fellbacher aller Altersgruppen.

· Schließlich möchten wir euch empfehlen, dass ihr eure Anliegen mit Kooperationspartnern wie z.B. den Schulen bzw. den SMVs, dem Stadtmarketing oder den Fellbacher Vereinen abstimmt. Ein solcher Austausch lohnt sich erfahrungsgemäß für alle Beteiligten und gemeinsam erreicht man mehr! So könnte ich mir auch als Präsident des TSV Schmiden durchaus vorstellen, dass wie von euch gewünscht z.B. Sportstätten oder Beachvolleyballfelder in Absprache mit den Sportvereinen für offene Angebote zur Verfügung gestellt werden.

Zum Schluss möchte ich mich bei euch Jugendgemeinderäten für euer tolles ehrenamtliches Engagement für die jungen Menschen in Fellbach bedanken, wobei ich in diesen Dank das städtische Jugendamt, stellvertretend Frau Kathrin Nowak gerne einschließe.

Wir wünschen uns, dass ihr weiterhin so aktiv dabeibleibt und uns und der Verwaltung durchaus auch mal Dampf macht. Denn die Jugend ist tatsächlich unser aller Zukunft, weshalb erlauben Sie mir diese Anmerkung zu den uns derzeit so stark beschäftigenden Sparbemühungen zur Haushaltskonsolidierung – bei den Angeboten und Freiwilligkeitsleistungen für Kinder und Jugendliche möglichst nicht gespart werden sollte.

Und ganz zum Schluss noch eine Anregung: Wer sich schon in jungen Jahren so wie ihr für unsere Stadt engagiert, der ist prädestiniert, hier einmal im Fellbacher Gemeinderat zu sitzen. Nicht nur unsere Fraktionskollegin Karin Ebinger oder Sarah Schmalzried bzw. Sonita Halmer, sondern viele mehr -darunter auch ich selbst- kamen über die Jugendarbeit hier in dieses Gremium. Bleibt also dran – denn es lohnt sich, diese Stadt mitzugestalten.

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